Was lange dauert…

On 4. März 2013 by rkuebler

Sorry für das sehr lange Schweigen! Ich hatte wirklich viel um die Ohren in den letzten Monaten und darunter musste dann auch die Bloggerei leiden. Ich gelobe aber Besserung und versuche in Zukunft zumindest einmal die Woche etwas upzuloaden.

Was habe ich erlebt in der letzten Zeit? Puhh! Viel. Viel zu viel um über alles hier in epischen Breiten zu berichten. Soviel sei aber gesagt: Der Blog wird verlängert. Um drei weitere Jahre. Nach einem kurzen Bewerbungsausflug an den Neckar, habe ich nach noch kürzeren Verhandlungen ein super Angebot aus dem Lande Oz erhalten. Und mich auch gleich entschieden es anzunehmen. Die Folge ist, dass ich nun  das Visiting streichen darf. Sehr schön!

Was war noch? Oh wir hatten ein wunderbares Silvester zusammen mit Flo und Conny hier am Bosporus. Flo war ja jetzt schon zum zweiten Mal am Start. Auch wenn es wieder viel zu kurz war, war es unheimlich schön. Wir haben viel besichtigt und ich hab die beiden einfach mal schamlos ausgenutzt und meinen eigenen Horizont in Istanbul erweitert. Weiter unten findet ihr die besten Impressionen aus diesem Trip.

Nachdem ich kurz nach Kathis Abflug Anfang Januar dann für einen Berufungsvortrag in Tübingen war, bin ich mit meinen Eltern von Stuttgart nach Istanbul zurückgeflogen. Nachdem ich schon vor meinem Ausflug nach TÜ wusste, dass Ozu mich auch verlängern wollte, waren die beiden neugierig geworden. Entsprechend wichtig war es mir auch, dass Istanbul den beiden gefällt und sie mich hier sorgenlos zurück lassen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

Während mein Vater Istanbul überraschenderweise überhaupt noch nicht kannte, war meine Mutter vor über 10 Jahren einmal für einen Kurzurlaub am Bosporus. In Rekordzeit eines Wochenendes wurden damals die Klassiker abgearbeitet um danach die Touristen durch eine Unzahl an Fabriken und Teppichverkäufen zu schleusen. Der Grundtenor ihrer Erzählungen war dabei nie besonders positiv. Arm, dreckig und etwas rückständig.

Zum Glück ist die Stadt seit damals um mehr als 10 Millionen Einwohner gewachsen und wurde grundlegend modernisiert. Somit wurde der Besuch auch für meine Mutter ein kompletter Neubesuch. Ich habe mich bemüht in einer Woche neben den typischen Klassikern auch ein paar Highlights jenseits Eminönüs ins Programm einzubringen. Natürlich haben es die beiden (und vor allem Mama) nicht nehmen lassen, dafür zu sorgen, dass der Bub heimisch wird. Vor allem “du bist jetzt Professor, du kannst nicht mehr mit so was rumlaufen” fiel des öfteren und führte zur konsequenten Erweiterung des Kleiderschrankes und Aufstockungen meines Haushaltes.

Viel zu schnell war die Woche vorbei. Besonders gefreut hatte mich am Ende, dass es den beiden ebenso schwer fiel, Abschied zu nehmen, wie mir. Und klar, dass beide ihr Wiederkommen noch für dieses Jahr angemeldet haben.

Gerade mal 4 Wochen später sass ich schon wieder im Flieger. Mein Doktorvater Herr Albers hatte anlässlich seines 65. Geburtstages zu zu einer Konferenz nach  Hamburg an der KLU geladen. Rahmenprogramm und Konferenz hielten, was die Einladung versprach. Tolle Vorträge, tolles Publikum und das Wiedersehen mit vielen altbekannten Gesichtern. Ich hatte die Chance genutzt und gleich noch ein paar Tage in Kiel mit dran gehängt. Was für ein Wiedersehen. Kathi und ich waren schon fast entsetzt, dass uns nur wenig Zeit alleine blieb. Jeden Abend waren wir woanders eingeladen. Es war herrlich! Danke an die Kieler!

Der Weg zurück war schwer. Kathi kurz vor ihrer Spendenoperation zurück zu lassen, fiel mir nicht leicht. Skype hilft zwar sehr, aber es ist eben doch kein Ersatz für die Wärme und Nähe. Aber was muss, das muss. Turkish Airlines ist mittlerweile sehr sehr freundlich zu mir. Auch die 5 Kilo Übergepäck wurden nicht einmal stillschweigend akzeptiert. “Sie sind ja auf dem besten Weg zum Senator. Da soll das nicht stören.” 1A! Kein Vergleich zu meinen vielen, enttäuschenden Erfahrungen mit dem Customer Service von Lufthansa.

 

Hamburg Hafencity bei Nacht auf dem Weg zum Gala-Diner der “New Developements in Quantitative Marketing” Konferenz  zu Ehren von Herrn Albers

Zurück in Istanbul, kam dann der Einstieg ins volle Semester. Neben zwei Vorlesungen “Marketing Research” betreue ich derzeit von einen MBA Studenten bei seiner Abschlussarbeit und bin als Dozent noch bei einer Ringvorlesung für die Doktoranden involviert. Daneben bieten drei brennende Paper und die Vorbereitung für die im Juli statt findende Marketing Science Konferenz genügend Beschäftigung. Und ach ja: Meine Kollegen haben mich überredet im November am 15km Lauf im Zuge des Euro-Asia Marathons teilzunehmen. Seit dem klemme ich mich jetzt immer an Koen ran, der mich täglich ins Gym überredet. Alle zwei Tage 5km laufen und die anderen Tage ne halbe Stunde ins Schwimmbad. Mal schauen, wie lange ich das durchhalte…

Ich verspreche euch aber, dass ich mich davor noch mal melde!

Gülle Gülle

Raoul

One Response to “Was lange dauert…”

  • Ui ui, der Mann hat viel um die Ohren ! Da drück ich mal die Daumen, dass das Programm geschafft wird ;)

    Gruss von der Seine,
    H

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