Scene of Crime

On 18. Februar 2012 by rkuebler

Nachdem wir den gestrigen Tag zum Chillen und Ankommen verwendet haben (dank des Schnees und des resultierenden Chaoses gab es ja quasi Frost-Frei), wollte ich heute trotz schlechtem Gewissen gegenüber meiner Diss und Forschung doch die Zeit mit Kathi gemeinsam nutzen und wir haben uns kurzherhand entschlossen, doch noch auf die europäische Seite zu fahren.

Klar, dass ich vor allem dank des tollen Wetters auf ein Panoramas aus war. Vor allem, weil es ja von der Fähre aus, auch tolle Blicke gibt.


Ganz nebenbei lohnte sich der mittlerweile schon routinemässige Streifzug durch Eminönü auch für den örtlichen Handel. Wir haben nämlich weder den ägyptischen Basar noch den großen Basar, samt zugehörigem Distrik ausgelassen. Kathi wunderte sich glaube ich ab und an, welche Schleichwege und Gassen ich so kannte.

Der Basar selbst war verdächtig leer und entsprechend wenig handels- und feilschbereit waren die verschiedenen Händler. Schade, u ein Haar hätte ich mir den Traum von einer Lederarzttasche als Weekender erfüllt. Der gute Junge wollte am Ende nicht mehr mit sich reden lassen und wir sind dann an 30 Lira gescheitert. Mal schauen. Das Ding wird ja nicht schlecht… Ansonsten gabs Schals für Freunde und Familie und eine Art Instant-Granatapfel-Tee für Kathis grosse Schwester. Im Grunde widerlich. Aber irgendwie doch mit Charme.

Danach sind wir dann über den Cemberlitasplatz und die blaue Moschee in die Zisterne. Kathi wollte auch noch mal sich ihren Traum von 1000 und einer Nacht erfüllen. Das Ergebnis? Bleibt gespannt, wir werden mal schauen, was sich mit diesem Kleinkunstwerk so alles noch anstellen lässt. Ich sag nur, nächstes Jahr ;-)

Überraschenderweise haben sie übrigens mittlerweile die komplette Zisterne leer gepumpt. Keine Ahnung wieso. Vielleicht wollte die Stadt an all die Wunschmünzen. Ganz am Ende, hinter den Medusa-Statuen ist jetzt aber ein kleiner Bereich zugemauert worden, der mit Wasser gefüllt wurde und alle Karpfen, die bisher auf der ganzen Fläche schwimmen durften, beheimatet.

Nach der Zisterne gings dann via Boot wieder zurück nach Asien und nach einem Zwischenstopp im eidgenössischen Migros via Minibüs nach Hause. Auch hier wieder, höchste Fürsorge vom Fahrer, der sich mit nahendem Aussteigeziel noch einmal erkundigte und uns quasi warnen wollte.

Morgen geht es dann an den Schreibtisch. Von good old Alymania bin ich mittlerweile wieder mit mehr als einer Arbeit eingedeckt worden und hoffe, dass ich zumindest am Sonntag ein bisschen weiter komme. Laune und Mut fehlen – trotz Licht am Horizont – bisher noch!

Bis dahin, liebe Grüße,

 

Raoul

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