A Hard Night’s Day

On 29. November 2011 by rkuebler

“Working the whole night, staying awake in front of the laptop with the help of ugly loud musik, black tea and coke, crying at different statistic packages and insulting endnotes… yeah you guessed right: It’s EMAC Deadline Time!” (anonymous young research talent, approx. 2011)

Am 1. Dezember ist wieder um Mitternacht Abgabefrist für die kommende EMAC in Lissabon. Dieses Mal reiche ich wieder zwei Projekte ein und hab daher auch gut was zu tun. Zum Glück arbeitet Michi parallel an unserem zweiten Paper und hält mir dort den Rücken frei, während ich an unserem Media Reaction to Product Recall Paper arbeite.

Entsprechend müsste man den Beatler-Hit eher umdrehen:

Wir versuchen herauszufinden, wie Medien auf die ursprüngliche Form eines Rückrufes bzw. die initiale Rückrufnachricht reagieren. Unser Datensatz umfasst mehr als 1400 Rückrufnachrichten von zwei namhaften Firmen, die in den letzten fünf Jahren für mehr als 25 Rückrufaktionen Deutschland verantwortlich waren.

Mittels eine Ansatzes aus der linguistischen und psychotherapeutischen Forschung messen wir die Tonalität und Emotionalität in den jeweiligen Presse-Clippings und versuchen diese auf Basis der von mir und Sönke Albers identifizierten Rückrufkkommunikationsdimensionen (Marketing JRM, 2010) zu erklären. Gestern Abend habe ich das wohl hoffentlich erstmal finale Latent Class Modell gerechnet und die Restnacht damit verbracht das Paper zu schreiben. Wir wollen die Studie in einem hochrangigen Journal (näheres wird erst später verraten) veröffentlichen und uns schon mal mittels EMAC erstes Feedback holen. Ich hatte zum Glück schon etwas vorgearbeitet, sonst wäre es bis kommenden Donnerstag auch nicht mehr zu schaffen gewesen, habe aber auch so bis heute morgen um 7 an dem Paper gesessen. Jetzt liegt der Ball bei meinen Co-Autoren und ich bin auf das Feebdack gespannt. Auch wenn ich weiß, dass alles ab halb fünf mittelprächtig war. Ab fünf hab ich das auch eingesehen und nur noch formatiert. Wir werden also sicherlich noch die ein oder andere Runde bis kommenden Donnerstag mit schleifen verbringen!

Solange ich warte verteibe ich mir die Zeit mit unserem dynamischen Rückrufprojekt. Basierend auf dem gleichen Datensatz, den wir noch mit allen allgemeinen Presse-Clippings durchsetzt haben (mittlerweile sammeln sich über 10.000 Artikel zu unseren beiden Unternehmen auf meinem Rechner) wollen wir hier analysieren, wie sich die Anzahl der vorherigen Rückrufe auf die Menge an Berichterstattung, die Reichweite, die Reaktion der Kunden und die Bewertung eines Rückrufes auswirkt. Da davon auszugehen ist, dass hier die Variablen sich gegenseitig beeinflussen, verfolgen wir einen VAR-Ansatz. Also ein Vektor-Autoregressives Modell. Klingt unheimlich schlau und produziert herrliche Grafiken. Ist aber, wenn man es einmal verstanden hat, relativ simpel. Nur bis man dahin kommt, erwartet einen auch eine Menge Arbeit. Die Daten müssen formatiert werden. Jedes einzelne Clipping muss durch die Linguisten Software. Dafür habe ich diese Woche ein VBA Programm geschrieben, dass immerhin ein bisschen der Schritte automatisiert und deutlich Zeit einspart. Aber die gewonnen Daten müssen dann doch händisch aufbereitet werden. Das heißt für jeden Monat gilt es mit einem Mix aus VBA, Excel-Formeln und Pivot Tabellen die Daten fit zu machen. Wohlgemerkt von Januar 2007 bis November 2011. Ich sitze gerade am ersten Unternehmen und bin jetzt in der Mitte von 2007… Vielleicht pissacke ich doch noch die Hiwis damit ;-)

Ihr seht, mir wird nicht langweilig! Auch wenn ich heute schon wieder ganz schön lange auf Post warte. Mal schauen wie lange. Wenn bis um 11 nix da ist, gehe ich schlafen… Endlich!

Bis dahin beste grüße von einem müden Raoul!

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