Istanbul Kulinarisch

On 21. Dezember 2011 by rkuebler

Während in Deutschland schon der jährliche Massenexodus im Karpfenteich und Enten- und Gansgatter begonnen hat und die Mehrheit von euch sich Gedanken macht, was es dieses Jahr über die Feiertage alles zum Schlemmen geben wird, habe ich einfach mal ein paar Bilder von türkischen Köstlichkeiten rausgesucht, die mir so in den letzten Wochen über den Weg gelaufen sind.

Zu erst mal diese herrlichen Gambas. Gefunden habe ich sie zusammen mit meinen Kollegen in Kadiköy auf dem Basar in einem kleinen Fischrestaurant. Herrlich frisch vom Grill. Ohne groß schicki micki Zubereitung. Warum die dazu Sojasosse geben habe ich keine Ahnung. Waren auch ohne deutlich genießbar. Leider keine Cocktailsauce. Aber dafür echt frisch! Wahnsinn!

Lokum: Gibts überall. Sortenvielfalt und Preis korrelieren positiv mit Wahrscheinlichkeit von großen Mengen an Touristen vor Ort. Trotzdem Schweine lecker. Mein Favorit sind die Roten mit Granatapfel. Darunter findet ihr Baklava. Auch schweine lecker. Noch süsser und klebriger. Wer sich dafür interessiert, wie das ganze gebacken wird, findet hier einen Bericht von den Türkei Korrespondenten der ARD.

 

Die adäquate Antwort der Türkei auf die Grillplatte Mykonos. Im Gegensatz zu Stafros gibts hier richtig was zu knabbern. Oben auf liegen ein paar Mini-Piden. Das sind diese Teigschiffchen, die mit Hack, Ei, Käse und Gemüse gefüllt sein können. Super lecker. Gibts im Übrigen auch beim gemeinen Döner Mann ind good old Almanya! Dazu jede menge Kebab. Also nicht dieses Kreuzberger Schabzeug aus Pressfleisch und polnische Nahrungsmittelreseten für 1,50 am Alex. Kebab sind in aller Regel einfach sowas, was man bei uns Schaschlik nennen würde. Fleischspieße mit eventuell ein bisschen Gemüse. Je nach Geschmack mit Huhn, Rind oder Lammhack. Alles richtig lecker. Dazwischen dann auch noch Hühnchenflügel. Ich befürchte immer, dass sie aus Rücksicht auf uns schwächlichen Europäer bei den Gewürzen sparen. Richtig scharf war es leider noch nie. Trotzdem echt gut! Dazwischen dann Fladenbrot und frisches Dürumbrot. Eine Art Fajita. Kennt jeder bei uns der einen Dürumdöner bestellt. Wird hier einfach als Beilage gereicht. Weiter gibts noch jede Menge Reis und Bulgur. Letzter ist ein Weizenkeimling. Richtig angemacht, auch sehr genießbar! Nicht zu vergessen: Köfte. Hackfleischbällchen mal aus Rind mal aus Lamm. Immer gewürzt. Manchmal sogar mit Zimt, was ich besonders mag. Auch wenn das wohl früher nur gemacht hat, um zu übertönen, dass das Fleisch weniger für den Verzehr als für ne Dönerproduktion in Berlin taugen würde.

Für die Mutigen finden sich dann meist noch verschiedene gegrillte Paprikas und Peperronis. Leider ist mir bis jetzt nie klar geworden, woran ich erkennen kann, ob die Dinger scharf sind oder nicht. Vorteil: das Essen wird durch diese Art kulinarisches Roulette unterhaltsamer. Nachteil: oft wird man selbst zum Unterhalter…

 

Der geübten Beobachter werden noch diese halbierten Dinger auf den Tellern auffallen. Da Stierkampf in der Türkei weniger üblich ist, haben wir einfach mal beherzt zugegriffen. Eine Art Falafell. Vegetarisch und sehr angenehm gewürzt mit Koriander und Kreuzkümmel. Daneben noch eine der vielen Meze Saucen. Hier in der Variante Pfeffer. Mit genügend Ayran zur Kühlung der geschundenen Schleimhäute ist das ganze sehr genießbar. Leider habe ich immer noch nicht rausbekommen, wo man mal ein paar dieser Mezen-Rezepte (oder sagt Mezepturen?) her bekommt. Für Rat wäre ich dankbar. Auch in Form von Kochen!

 

 

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