Turkish Breakfast

On 26. November 2011 by rkuebler

Kinners is das herrlich! Endlich Wochenende. Endlisch auspennen. Und endlich Adventszeit (von der man hier aber null merkt). Aber immerhin bietet meine OnlineTvRecorder Liste endlich die ganzen Adventsklassiker und ich kann mir gemütlich schon mal den ein oder anderen Weichspüler ins Programm holen. Besonders freue ich mich auf den kleinen Lord. Mal schauen, wann es soweit ist.

Nachdem Eplus-Desaster (die haben sich übrigens noch null gemeldet), hatte der Wochenendsprint noch andere unangenehme Überraschungen. Unter anderem eine kleine dissbezogene Katastrophe. Aber ich übertreibe hemmunglos. Das übliche Auf und Ab, das mal wieder einen neuen Tiefpunkt gefunden hat. Aber Onkel Sunshine kann nach 48h endlich wieder lachen und langsam verschwinden auch die letzten Wolken in meiner Laune. Es geht wieder bergauf. Geholfen hat auch, dass ich heute hemmungslos ausgeschlafen habe. Das heißt seit neuestem bis ca. 8:30. In Kiel war ich früher um diese Zeit noch nicht mal ansatzweise in der Aufwachphase. Ich werde sicherlich nie ein Freund der frühen Stunden werden, aber so ein früher Beginn hat auch seine Vorteile. Man kommt zu mehr und vor allem: bis um 8 Uhr europäischer Zeit sind die Downloads bei OTR gratis…

Ich hatte mich schon die ganze Woche auf Samstag gefreut. Denn Samstag etabliert sich bei mir zum Einkaufstag. Also für Lebensmittel (auf Basar habe ich zwar Lust, ist mir aber einfach zu weit). Heute wähle ich den Supermarkt in der direkten Nähe. Die haben zum einen eine recht gute bestückte Gemüseauswahl, und vor allem eine breite Auswahl an Sigara Börek, Sucuk und verschiedenen Früchten. Dazu macht der Besitzer selber eine eigene Interpretation von türkischem Honig. Hauptbestandteil ist Lebensmittelchemie und Lebensmittelfarbe. Das Zeug ist super bunt, widerlich süss und künstlich. Macht aber irre süchtig. Und ich tippe drauf, dass da wenig Kalorien drin sind, denn Natur ist definitiv Fehlanzeige.

Essen und Trinken hatte die Woche bei Facebook das Haupttheme “Gulasch”. An Schweinefleisch ist hier nicht zu denken und irgendwie fühle ich mich immer noch nicht sicher genug mit meinem Türkisch, als dass ich dem Schlachter erklären könnte, dass  ich gewürfeltes, mageres Rindfleisch will. Aber es gibt bei E&T auch tolle vegetarische Rezepte. Ich gebe also beim Gemüsemann Vollgas. Sellerie, Karotten, Zwiebel, Kartoffeln, verschiedene andere Knollen, irgendwann muss ich  vom Korb auf den Einkaufswagen wechseln. Dann gehts mit pressbaren Früchten weiter. Mandarinen, Grapefruit und Zitronen. Ich schwelge in Vitaminen und den spottbilligen Preisen. Die Qualität ist wirklich super. Und ich komm einfach nicht über die 20 Lira Hürde (siehe Eingangsfoto).

Auf dem Heimweg tingele ich noch beim Koiför vorbei. Also dem Barbier. Der nette Kerl erkennt mich sofort und ich entscheide spontan, dass ich mir eigentlich auch gleich noch den Bart stutzen lassen könnte. Mittlerweile kann ich sogar sagen, dass ich 4 (dört) Millimeter Bartlänge bevorzugen würde. Geht aber nur 3 (üc). Gut von mir aus. Danach noch Rasur. Diesesmal sogar mit Ohr- und Nasenbehaarung. Allerdings ohne Feuerzeug dafür mit einem infernalisch lauten Spezialschneider. Noch zweimal so ein Ding näher als 2 Meter ans Trommelfell und ich brauch nen Verstärker für mein Telefon… 20 Minuten pure Entspannung später und 5 Lira ärmer trolle ich mich vergnügt in meine Wohnung, verstaue die Einkäufe und mach Frühstück.

Flo und ich haben auf einer der Fährfahrten ein richtig gutes Küchenutensil erstanden. Eine Art Stöpsel, den man in Zitrusfrüchte presst (bzw. mittels Gewinde einschraubt). Danach quetscht man den ganzen Saft aus der Frucht. Je nach Fruchtart mehr oder weniger. Aufgrund des Preises (1 Lira das Stück) haben wir gleich vier gekauft und durch unsere Begeisterung noch viel mehr Fährgäste zum Kauf angeregt. Der gute Mann hat wohl den Absatz seines Lebens erlebt.Verdient, denn der hat auch gleich zum Beweis der Güte seiner Produkte live zwei Zitronen komplett entsaftet und ausgetrunken…

Ich liebe das gute Teil mittlerweile (nenne es aber wider dem Vorschlag von Flo nicht Handentsafter) und presse fleissig alles von Mandarine bis Grapefruit. Funktioniert super und die Früchte sind danach eigentlich immer leer. Tut seinen Zweck auch super für Cocktails und andere Getränke.

Flo hat ja berufsbedingt deutlich mehr Kontakt mit der türkischen Küche und hat mich an ein paar neue Dinge heran geführt. Unter anderem Sucuk (sprich Sutschuk). Eine Kreuzung aus Merguez, Bratwurst und Salami. Das ganze gibts in unterschiedlichen Schärfe und Konsistenzgraden. Für meine lukullische Defloration habe ich mich heute morgen für einen mittleren Brenngrad entschieden und auch noch nicht so richtig viel investiert. Das ganze wird in Scheiben geschnitten und dann angebraten. Macht ne irre Sauerei in der Pfanne und schafft es in Sekundenschnelle, dass die Wohnung wohlig nach türkischem Supermarkt riecht. Lohnt aber!  Meine Sucuk ist angenehm pikant. Nicht scharf. Konsistenz erinnert an Sandkuchen. Schmeckt aber und wir in Zukunft auch meinen Abendtisch versorgen, der in letzter Zeit immer monotoner wurde (Wechsel aus Burgern, Sigara Börek, Tomaten/Gurkensalat und Fetakäse).

Frisch gestärkt, starte ich zum ersten Mal seit langem mit richtig guter Laune am Schreibtsich durch. Noch 4 Tage bis zur EMAC Deadline. Trotz Rückschlägen bleiben wir im Rennen und ich bin mal gespannt. Hatte heute Nacht noch ne neue Idee und bin mal gespannt, ob ich die meinen Co-Autoren (vor allem den älteren) noch verkauft bekomme…

Radio ist aufgdreht, SWR1 läuft, die Downloads funktionieren so lala und Word und Excel füllen sich immer mehr mit Zahlen und Buchstaben.

Bis dahin! Euer Raoul

 

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